Tarot und Kartenlegen
Das Kartenlegen wird auch als Chartomantie bezeichnet. Es ist heute ein wichtiger Bereich der Wahrsagerei. Es gehört in den Bereich der Wahrsagerei mit Hilfsmitteln. Dabei werden spezielle Kartendecks verwendet. Die Karten sind mit verschiedenen Symbolen versehen. Jedes Symbol hat eigene Bedeutung.
Es wurden 66 Tarot- und Kartenleger gefunden.
Tarot und Kartenlegen
Systeme des Kartenlegens
Das Kartenlegen wird auch als Chartomantie bezeichnet. Es ist heute ein wichtiger Bereich der Wahrsagerei. Es gehört in den Bereich der Wahrsagerei mit Hilfsmitteln. Dabei werden spezielle Kartendecks verwendet. Die Karten sind mit verschiedenen Symbolen versehen. Jedes Symbol hat eigene Bedeutung.
Damit eine Antwort auf die Frage des Fragestellers gegeben werden kann, müssen die Karten in einer bestimmten Anordnung und Reihenfolge ausgelegt werden. Bei den einfachsten Legungen wird eine einzige Karte gezogen. Dies ist beispielsweise bei der Tageskarte der Fall, die nur eine allgemeine Tendenz für den Verlauf eines Tages angeben soll. Bei Entscheidungsfragen, die mit Ja oder Nein beantwortet werden können, werden meistens nur zwei Karten gezogen. Darüber hinaus gibt es viele verschiedene Legesysteme, deren Anordnungen je nach verwendeten Kartendecks ganz unterschiedlich sein können. Die größten Legungen verwenden alle Karten des Decks. Meistens existiert eine Aufteilung in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Durch die Kombination der verschiedenen Bedeutungen der Karten und deren Lage werden dann Aussagen getroffen. Die Aussagen können zukünftige Entwicklungen in gleicher Weise beinhalten wie auch die Einflüsse, die zu den Entwicklungen führen. Der Kartenleger ermöglicht daher, Kenntnis darüber zu erlangen, welche Personen und Umstände zukünftig eine Rolle spielen werden.
Eine lange Historie
Historische Quellen legen nahe, dass das Kartenlegen bereits im siebten Jahrhundert in China entstand. Zu dieser Zeit wurde dort der Holztafeldruck verwendet. Dadurch konnten Spielkarten in großer Zahl hergestellt werden. In Europa wurde das Legen der Karten allerdings erst im 15. Jahrhundert eingeführt und war zunächst eine Attraktion auf Jahrmärkten. Gesellschaftlich hatten die Kartenspiele zu diesem Zeitpunkt keine Relevanz. Dies änderte sich erst im 18. Jahrhundert, als die Okkultisten die Karten entdeckten. Ganz aus dem öffentlichen Leben verschwanden die Karten zu keiner Zeit. Sie erlebten allerdings mit der New-Age-Bewegung und der Esoterik im 20. Jahrhundert eine Blüte, die bis heute anhält und die noch nicht auf ihrem Höhepunkt ist.
Während dieser Zeit entwickelten sich ganz verschiedene Kartendecks und Kartenspiele. Die Tarotkarten sind darunter sicherlich das bekannteste Deutungswerkzeug. Sie entwickelten sich aus den deutschen Tarockkarten, die heute noch als normales Gesellschaftsspiel eingesetzt werden. Erst im 18. Jahrhundert trennten sich Tarock und Tarot. Doch die ersten Decks wurden bereits im 16. Jahrhundert in Europa verkauft. Sie stammen aus Marseille, das zu dieser Zeit eine Hochburg der Kartenmanufaktur war. Aus dieser Zeit stammt das noch heute übliche Marseille-Tarot aus dem 18. Jahrhundert, das von Nicolas Conver in seiner Manufaktur entworfen und gedruckt wurde. Auf dieser Grundlage wurden dann später weitere Tarot-Varianten entwickelt. Der Unterschied besteht meistens in einer Abwandlung der traditionellen Darstellungen. In vielen Fällen wurde auch die Bedeutung einzelner Karten verändert. Diese Abwandlungen tragen dann zusätzliche Namen, die häufig die Herkunft kenntlich machen. Ein Beispiel hierfür ist das Crowley-Tarot, das vom Okkultisten Aleister Crowley stammt.
Tarot und andere Systeme
Oftmals werden weitere Karten unter dem Begriff Tarot verkauft, die allerdings über andere Regelwerke verfügen. Beispiele hierfür sind die Lenormandkarten, Kipperkarten oder Zigeunerkarten. Diese Systeme sind ebenfalls sehr bekannt. Obwohl die Legungen ähnlich anmuten wie die Legungen des Tarots, sind dennoch elementare Unterschiede vorhanden.
Während das Tarot eher aus dem okkultistischen Kreis stammt, gibt es aber auch Systeme, die christliche Symbole verwenden. Ein Beispiel hierfür sind die Engelkarten. Die Orakelkarten haben nicht nur die Aufgabe zukünftige Entwicklungen vorauszusagen, sondern sollen auch die persönliche Entwicklung fördern. Wie auch beim Tarot werden dabei Legungen ausgeführt, die in einer festgelegten Weise gedeutet werden.
Gleiches gilt auch für Systeme der Runenkarten, bei denen den keltischen Runen Bedeutungen zugeordnet werden.
Die Entwicklung geht weiter
Die Entwicklung der Kartenlegesysteme ist auch heute noch nicht abgeschlossen. Vor allem erfahrene Kartenleger versuchen die Nachteile der alten Systeme auszugleichen, indem sie zwei verschiedene Systeme verbinden. Auch die Decks werden häufig neu gestaltet. Ein Beispiel hierfür sind die Chokkankarten, die erst seit einigen Jahren vorhanden sind und deren Verbreitung noch recht gering ist.
Neben den speziellen Kartendecks werden häufig auch gängige Kartenspiele wie die Skatkarten verwendet. Dabei werden den verschiedenen Karten dann die Symbole anderer Decks - wie dem Tarot - zugeordnet. Dadurch ist es dann möglich, die gängigen Legungen, wie beispielsweise das Liebestarot, mit herkömmlichen Karten zu legen.
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