Tarot und Kartenlegen - Rubrik: Kipper Karten
Woher der Namen Kipperkarten kommt ist nicht genau belegt. Eine Variante ist, dass die Kipperkarten von Susanne Kipper stammen. Eine weitere Auslegung der Geschichte ist die Möglichkeit, dass die Bezeichnung der Kipperkarten auf Wipper und Kipper zurückzuführen sind - was mit der Bezeichnung Wechsel- und Münzbetrüger gleichzusetzen ist. Gesichert ist allerdings, dass die Karten im 19. Jahrhundert entstanden sind.
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Kipper Karten
Woher der Namen Kipperkarten kommt ist nicht genau belegt. Eine Variante ist, dass die Kipperkarten von Susanne Kipper stammen. Eine weitere Auslegung der Geschichte ist die Möglichkeit, dass die Bezeichnung der Kipperkarten auf Wipper und Kipper zurückzuführen sind - was mit der Bezeichnung Wechsel- und Münzbetrüger gleichzusetzen ist. Gesichert ist allerdings, dass die Karten im 19. Jahrhundert entstanden sind. Ein Spiel besteht aus 36 Kipperkarten. Sie können in Personen- und Ereigniskarten unterteilt werden. Während Tarot- und Lenormandkarten innerhalb der Karten ausgewogen sind, haben die Kipperkarten einen hohen Anteil an Personenkarten, die Menschen aus dem Umfeld der Fragenden darstellen. Daneben werden auch Charaktereigenschaften sowie Situationen dargestellt.
Der Begriff Zigeunerkarten wird häufig für die Kipperkarten synonym verwendet. Allerdings weisen die beiden Arten zwar Gemeinsamkeiten auf, sind aber nicht identisch. Seit ihrer Ersterscheinung Ende des 19. Jahrhunderts sind viele verschiedene Varianten der Karten erschienen. Inzwischen werden die Kipperkarten auch im Original wieder verkauft.
Die Legung der Karten ist relativ einfach. Im Idealfall mischt der Fragende die Karten selbst. Die Kipperkarten werden anschließend in mehreren Reihen nebeneinander ausgelegt. Um eine Frage zu beantworten wird die für die Frage entsprechende Karte herausgesucht. Anschließend werden die benachbarten Karten betrachtet. Die Deutung ergibt sich schließlich durch ihre Bedeutung und der Interpretation des Kartenlegers. Daneben gibt es viele weitere mögliche Legesysteme. Sie richten sich im Wesentlichen nach dem Sachgebiet, nach dem gefragt wird. Die einfachste Variante bei der Anwendung der Kipperkarten ist die Beantwortung der Fragen mit Ja oder Nein. Auch hierfür steht ein einfaches System zur Verfügung.
Die Deutung der Karten ist intuitiv. Als Unterbau dienen die Personenkarten. Die Sachkarten haben zwar eine Bedeutung - wichtiger für Deutung ist allerdings die spontane Interpretation des Fragenden. Dadurch können bei Anwendung der Kipperkarten die Bedeutungen je nach Person schwanken.
Wie bei den meisten Legekarten gibt es auch für dieses Deck eine Entsprechung in den Skat-Karten. Hierbei können die Deutungen einer großen Breite unterliegen.
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